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Johannes Beinert (1877-1916) - Ein Leben am Oberrhein: Eine biographische Erzählung (Biografien im GMEINER-Verlag)

Autor: Stefan Woltersdorff | Verlag: Gmeiner-Verlag |ISBN: 978-3-8392-1993-5

Johannes Beinert (1877-1916) - Ein Leben am Oberrhein: Eine biographische Erzählung (Biografien im GMEINER-Verlag)

Johannes Beinert. 1877 in Eckartsweier geboren, starb 1916 im Alter von nur 38 Jahren in Frankreich während der Schlacht an der Somme. Als Deutsch- & Französischlehrer kannte und liebte er beide Staaten, deren Feindschaft ihn am Ende das Leben kostete. Sein heimatkundliches Werk "Geschichte des badischen Hanauerlandes unter Berücksichtigung Kehls" brachte Beinert den Ruf als "Erzähler des Hanauerlandes" ein.
Die mit zahlreichen Originalbildern illustrierte Monografie präsentiert seinen spannenden Weg vom einfachen Bauernsohn zum erfolgreichen Buchautor, engagierten Pädagogen und Doktor der Philosophie, der nach eigener Aussage "wie ein Märchen klingt".

Rezensionen (1)

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Patrick Schlenz

Patrick Schlenz

Verfasst am: 25.07.2016 |

Johannes Beinert, Eckartsweier

Das vorliegende Buch, das erst vor kurzem in dem Heimatdorf von Johannes Beinert anlässlich einer Feierstunde vorgestellt wurde, ermöglicht dem Leser, einen ungewöhnlichen Mann kennenzulernen, der es in der Kaiserzeit geschafft hat, vom Bauernsohn zum Professor aufzusteigen.
Der "Hanauer-Bub" hat es mit Talent, viel Fleiß und lieben Förderern geschafft, die räumliche und geistige Enge seines Dorfes hinter sich zu lassen, um Lehrer zu werden und ein Studium abzuschließen. Dabei ist er seiner Heimat stets treu geblieben und hat über den Willstätter Barockschriftsteller Johann Michael Moscherosch promoviert. Später war er auch in dem Ausschuss federführend tätig, der Moscherosch an der Kirche in Willstätt ein Denkmal bauen ließ. Beinert, der auch heimatgeschichtlich interessiert war, verfasste "Die Geschichte des Badischen Hanauerlandes unter der Berücksichtigung Kehls", das als das geschichtliche Standardwerk des Hanauerlandes gilt. Dieses Buch ist heute noch eine wichtige Grundlage für viele Heimatforscher, die sich mit dem Hanauerland beschäftigen. Die Monographie berichtet auch darüber, dass Beinert Gründungsmitglied des Historischen Vereins Mittelbaden war.
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Sehr schön sind die Studienaufenthalte und die Lehrerstationen geschildert und die unendlichen Mühen, die er auf sich nahm, um seine Ziele zu erreichen. Er war ein Workoholic, der unerlässlich schrieb, unterrichtete und selbst lernte.
Auch über sein Engagement in der Nationalliberalen Partei wird in dem Buch berichtet und die vielen Anfeindungen, die diese Arbeit mit sich brachten werden beleuchtet.
Der Autor arbeitet auch gut heraus, dass Beinert auch ein Familienmensch war, der einen seiner zwei Brüder auf das Abitur vorbereitete und seiner Frau und seinen Kindern ein liebender Ehemann und Vater war. Beinert wurde zu Beginn des 1. Weltkriegs zum Militär eingezogen und starb 1916 bei einem Einsatz an der Somme im alter von 38 Jahren. Die Monographie beschreibt gut recherchiert, spannend geschrieben und leicht lesbar ein interessantes und hoffungsvolles Leben, das leider viel zu früh durch einen sinnlosen Krieg sein Ende fand.