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Für die Filmpropaganda unterwegs im Ersten Weltkrieg Lt. Wilhelm Riegger, Filmtrupp Nr. 7, an der Westfront und in PalästinaFür die Filmpropaganda unterwegs im Ersten Weltkrieg - Lt. Wilhelm Riegger, Filmtrupp Nr. 7, an der Westfront und in Palästin

Autor: Blumenthal, Stefan | Verlag: Helios |ISBN: 978-3-86933-237-6

Für die Filmpropaganda unterwegs im Ersten Weltkrieg Lt. Wilhelm Riegger, Filmtrupp Nr. 7, an der Westfront und in PalästinaFür die Filmpropaganda unterwegs im Ersten Weltkrieg - Lt. Wilhelm Riegger, Filmtrupp Nr. 7, an der Westfront und in Palästin

Eine bananenkistengroße Filmkamera, natürlich mit Handkurbelantrieb, war die beschwerliche Ausrüstung eines Kameramannes im Jahre 1917/18, der mit seinem Filmtrupp zur Kriegsberichterstattung unterwegs war.

Einen jener Filmtrupps, die vom Bild- und Filmamt in Berlin zu Propaganda­zwecken eingesetzt wurden, leitete Lt. Wilhelm Riegger. Der Autor hatte vor Jahren die Gelegenheit, persönliche Unterlagen von Wilhelm Riegger zu erwer­ben und illustriert somit auch das Werk mit über 280 größtenteils noch nie ver­öffentlichten Originalglasplatten, die Wilhelm Riegger selbst aufgenommen hat. Neben den militärhistorischen und kulturhistorischen Aufnahmen beschreiben Charakterstudien und Landschaftsbilder vor allem die Gebiete in Palästina zur Zeit des Osmanischen Reiches.

Der Erlebnisbericht des Filmtruppführer schildert Begebenheiten beim Kaiser­besuch hinter der Westfront 1917, die filmische Dokumentation der neuen Panzer, seine Reise in den Orient und seine Tätigkeiten in Palästina 1918 bis hin zu seiner Irrfahrt mit dem Zug durch Deutschland während der Novemberrevolution. Wilhelm Rieggers Berichte und die eines weiteren Zeitzeugen werden vom Autor in den politischen Rahmen jener Zeit eingebunden und stellen damit größtenteils Information aus erster Hand dar.

Der Beginn dieses neuen Genres, das der Filmpropaganda im I. Weltkrieg, ist auch für unsere heutige Zeit interessant, da die Beeinflussung durch lebendige Bilder nicht mehr wegzudenken ist.

Rezensionen (4)

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Peter Michalsen

Peter Michalsen

Verfasst am: 01.12.2020 |

Für die Filmpropaganda unterwegs im Ersten Weltkrieg

Das ist der Helios-Verlag! Immer auf der Suche nach Themen der Militärgescghichte, die bislang weitgehend ein Nischendasein geführt haben. Das Buch ist beeindruckend!
Knut Hansel

Knut Hansel

Verfasst am: 09.11.2020 |

Für die Filmpropaganda unterwegs im Ersten Weltkrieg

Die Bilder sind klasse. Man bekommt ein Gefühl für Mescnh und Leute im Orient zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dazu finde ich es beeindruckend, dass man aufgrund seiner Aufgabe plötzlich die Chance hat, Menschen zu portraitieren und zu begegnen, die ansonsten unerreichbar sind.
Herbert Studer

Herbert Studer

Verfasst am: 12.10.2020 |

Für die Filmpropaganda unterwegs im Ersten Weltkrieg

Ein aufgeschlossener Badener hat die Chance nach einer schweren Verwundung eine neue Aufgabe in der Kriegsberichterstattung zu übernehmen. Ein tolles Werk, dass die Anfänge dieses Metiers im Kaiserzeit eindrucksvoll aus Sicht eines Teilnehmers beschreibt!
Patrick Schlenz

Patrick Schlenz

Verfasst am: 06.10.2020 |

Für die Filmpropaganda unterwegs im Ersten Weltkrieg

Stefan Blumenthal hat mit dem Buchtitel "Für die Filmpropaganda unterwegs im Ersten Weltkrieg " ein überaus interessantes Werk geschaffen, das den militärischen Werdegang des Leutnants Wilhelm Riegger in der Filmtruppe Nr. 7 beschreibt.

Das Werk basiert auf den persönlichen Aufzeichnungen sowie den Fotoplatten, die Riegger hinterlassen hat und der Autor erwerben konnte. Somit hat das Werk sowohl autobiographische als auch biographische Elemente, die mit dem jeweiligen Zeitgeschehen geschickt verquickt werden. Die einzelnen Abschnitte des Buchs sind chronologisch geordnet und den Textpassagen sind die dazugehörigen Bildmaterialien mit Untertiteln zugeordnet wurde.

Das Buch erinnert mich ein wenig an die Autobiographie von Prof. Dr. Ferdinand Sauerbruch, der in der Zeit des 1. Weltkriegs auch viele hochrangige Persönlichkeiten kennenlernen durfte, sowie das auch bei Riegger der Fall war, der den 70. Geburtstag des Feldmarschalls von Hindenburg ebenso photographisch begleiten durfte, wie ein Besuch des Kaisers Wilhelm der II. an der Front in Cambrai, wo ihm englische Beute-Panzer nach der ersten Panzerschlacht vorgeführt wurden.

Auch nach seiner Versetzung in den Orient, an die Plästinafront, hatte Riegger die Gelegenheit auch dort interessante Persönlichkeiten, wie die Feldmarschälle Liman von Sanders und Falkenhayn sowie den Staffelführer Felmy, der im 3. Reich bekannter wurde, kennenzulernen.

Da Riegger ein aufgeschlossener Mensch war, interessierte er sich auch für Volk und Landschaft. So dokumentierte und portraitierte er neben seiner eigentlichen Aufgabe als Kriegsberichterstatter im Auftrage des Reichserziehungsministeriums auch Landschaften, Ausgrabungsstätten und Menschen. Diese Aufnahmen sind bis heute von wissenschaftlichem Wert und zeigen das ganze Können des Wilhelm Rieggers und seiner Truppe.

Das Werk schließt eine interessante Lücke, denn über das Kriegsberichterstattungswesen im 1. Weltkrieg war bislang nicht viel bekannt. Durch das vorliegende Buch von Stefan Blumenthal kann man sich besser in das Wirken dieser Truppe hineinversetzen.

Der Helios-Verlag hat das Buch großformatig in gewohnt hochwertiger Verarbeitung verlegt. Das bietet Raum für ein zweispaltiges Layout und ermöglich die Vervielfältigung der Bilder in großformatigen Darstellungen.

Ein sehr gelungenes Werk, das ich uneingeschränkt empfehlen kann, für alle Interessierten am Thema Kriegspropaganda aber auch den Interessierten, die etwas über die Zustände an der Palästina-Front gegen Ende des 1. Weltkriegs erfahren möchten.

Spannend auch die Geschichte seiner Heimkehr aus dem Orient, in das sich auflösende Deutsche Reich. Am Ende landet er wieder glücklich in seiner Badischen heimat in Karlsruhe, wo er hochbetagt, mit über 90 Jahren, verstarb.

Riegger ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Uneitel und versehen mit einer angenehmen, nicht aufdringlichen Neugier, die es ihm ermöglichte, mit seiner Arbeit meiner Meinung nach auch seinen eigenen geistigen Horizont zu erweitern.